Tipps zur Verbesserung der Leistung über langsamere Verbindungen
Bei diesem Knowledge Base Artikel handelt es sich um einen Archiveintrag, der 1:1 aus den FAQv1 Beiträgen übernommen wurde. Er dient dazu, auch Lösungen für ältere Versionen nach wie vor anzubieten und durchsuchbar zu machen.
Archiv
Von Anwendern kommt immer wieder die Frage nach der benötigten Bandbreite für den Einsatz mit NetSupport Manager auf.
NetSupport Manager wurde speziell so entwickelt, das eine Vielzahl von Netzwerkverbindungen genutzt werden kann - unabhängig von der zur Verfügung gestellten Bandbreite dieser Netzwerkverbindung:
- GSM-Modems
- DFÜ-Modems
- ISDN
- LAN
- WAN
- ADSL
- Satelliten-Verbindungen
- ...
Solange die gewählte Netzwerkverbindung das TCP/IP Protokoll unterstützt und beide Kommunikationspartner über TCP/IP miteinander kommunizieren, sollten keine Probleme im Zusammenhang mit NetSupport Manager auftreten.
Eine Aussage in Bezug auf die Bandbreite zu machen ist schwierige, da viele Variablen die tatsächlich zur Verfügung stehende Bandbreite beeinflussen und es schwierig ist, dies genau auszumessen:
- was wird auf dem Client Desktop dargestellt? ( z.B. nur Text oder Grafik )
- mit welcher Rate werden die Informationen auf dem Client Desktop erneuert? ( z.B. ein statischer Text oder eine Prozessablaufsteuerung )
- welche Größe stellt der Client Desktop dar? ( z.B. 800er oder 1440er Auflösung )
- welche Farbtiefe nutzt der Client Desktop ( z.B. 256 Farben oder Truecolor )
- usw.
NetSupport Manager nutzt grundsätzlich die gesamte zur Verfügung stehende Bandbreite.
Es gibt für NetSupport Manager keine Möglichkeit, die von NetSupport Manager genutzte Bandbreite zu konfigurieren oder einzugrenzen.
Sollten Problem im Bezug auf die Bandbreite auftreten, so haben Sie folgende Möglichkeiten, die Leistung zu optimieren:
Lösungsansatz #1 Erhöhen Sie die Cache-Größe auf dem CONTROL Rechner
Der NetSupport Manager CONTROL benutzt einen Cachemechanismus zur Verbesserung der Gesamtleistung.
Die Größe dieses Caches reichen von 1MB bis 16MB und wird für jede CLIENT-Verbindung separat zur Verfügung gestellt.
Haben Sie also eine Cachegrösse von 16MB konfiguriert und derzeit 4 Verbindungen zu CLIENT Rechnern aktiv, so belegt der Cachemechanismus auf dem CONTROL Rechner 64MB (4*16) des Arbeitsspeichers (RAM).
Wenn Sie Anwendungen auf dem CLIENT Rechner verwendet, die viele oder große Bitmaps benutzen, so kann die Leistung durch die Erhöhung der Cachegrösse verbessert werden.
Zur Änderung der Cachegrösse gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- wählen Sie im Menü Tools / Konfigurationen ( oder alternativ über die Symbolleiste ) die Schaltfläche Einstellungen
- wählen Sie im linken Menü aus der Baumstruktur die Option Fernsteuerung / Betrachten
- erhöhung Sie die Cachegröße und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
Lösungsansatz #2: Verringern Sie die maximale Farbtiefe auf dem CLIENT Rechner
Stellen Sie eine Verbindung mit einem CLIENT Rechner her, so können Sie die zu übertragene Farbtiefe verringern, um die Datenmenge zwischen beiden Rechnern zu reduzieren.
Reduzieren Sie für die optimale Leistung auf eine Farbtiefe von 16 Farben, wenn Sie auf dem CLIENT Rechner mit Anwendungen arbeiten, die auf einer Standard-16-Farben-Palette beruhen.
Zur Änderung der übertragenen Farbtiefe gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- wählen Sie im Menü Tools / Konfigurationen ( oder alternativ über die Symbolleiste ) die Schaltfläche Einstellungen
- wählen Sie im linken Menü aus der Baumstruktur die Option Fernsteuerung / Betrachten
- verringern Sie die Max. Farbtiefe und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
Lösungsansatz #3: Schalten Sie Video-Skipping ein
NetSupport Manager CONTROL kann auf die Anzeigeleistung hin konfiguriert werden, so das Aktualisierungen des Clientbildschirms nicht angezeigt werden, wenn die Aktualisierung des Bildschirmbereichs später vorgenommen wurde. Wenn Sie diese Option abwählen, werden alle Aktualisierungen des Clientbildschirms beim Control angezeigt.
Zur Änderung der Aktualisierung gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- wählen Sie im Menü Tools / Konfigurationen ( oder alternativ über die Symbolleiste ) die Schaltfläche Einstellungen
- wählen Sie im linken Menü aus der Baumstruktur die Option Fernsteuerung / Betrachten
- aktivieren Sie die Option Videoskipping und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
Lösungsansatz #4: Schalten Sie die Verschlüsselung aus
Bei eingeschalteter Verschlüsselung ist es für Drittpersonen sehr schwierig (aber nicht ganz unmöglich) zwischen dem CONTROL Rechner und dem CLIENT Rechner hin- und hergesendete Informationen zu lesen. NetSupport Manager bietet Ihnen eine Reihe von Verschlüsselungs-Optionen von 56-Bit-DES bis zu 256 Bit AES an, um Ihnen zu ermöglichen, die notwendige Balance zwischen Sicherheit und Leistung zu finden. Hierbei gilt: Je höher der Grad der Verschlüsselung, desto höher ist das Potential für die verminderte Leistung.
Zur Änderung der Verschlüsselung gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- wählen Sie im Menü Tools / Konfigurationen ( oder alternativ über die Symbolleiste ) die Schaltfläche Einstellungen
- wählen Sie im linken Menü aus der Baumstruktur die Option Sicherheit / Einstellungen
- verringern Sie schrittweise die Stärke der Verschlüsselung über die Option Typ und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
- sollte der Leistungsgewinn nicht ausreichend genug sein, so deaktivieren Sie die Option Verschlüsselung verwenden und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
Lösungsansatz #5: Ändern Sie die Einstellungen zur Kompression
Wenn Sie mit einem CLIENT Rechner kommunizieren - egal, ob es es sich hierbei um einen Dateitransfer, eine Beobachtungs- oder eine Dialogsitzung handelt - werden die gesendeten und überprüften Daten komprimiert. Dies bietet Ihnen ein zusätzliches Sicherheitsinstrument, da die Daten gleichzeitig verschlüsselt werden.
Die Kompression kann dabei die Gesamtleistung in manchen Fällen verringern, während sie in anderen Fällen zu einer Leistungssteigerung führt. Es empfiehlt sich durch ein-und ausschalten der Kompression und anschliessender Kontrolle die Leistung im Einzelfall zu überprüfen.
Zur Änderung der Kompression gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- wählen Sie im Menü Tools / Konfigurationen ( oder alternativ über die Symbolleiste ) die Schaltfläche Einstellungen
- wählen Sie im linken Menü aus der Baumstruktur die Option Sicherheit / Einstellungen
- aktivieren oder deaktivieren Sie die Option Kompression verwenden und überprüfen Sie anschliessend die Performance, indem Sie die CLIENT Verbindung neu aufbauen
Lösungsansatz #6: Deaktivieren Sie grafische Effekte auf dem CLIENT Rechner
Wenn Sie eine Verbindung zu einem CLIENT Rechner herstellen und den Client Desktop auf Ihrem CONTROL Rechner darstellen lassen, so verlangsamt jede zusätzliche, grafische Information auf dem Client Bildschirm die Anzeige am CONTROL Rechner. Die Deaktivierung zusätzlicher, grafischer Einstellungen erhöht die Geschwindigkeit des Bildschirmaufbaus am CLIENT Rechner und somit die Darstellung am CONTROL Rechner.
So wird z.B. durch die grafischen Effekte der Grundeinstellung einer Windows XP Installation die Gesamtleistung deutlich reduziert.
Lösungsansatz #7: Erhöhen Sie die Bandbreite!
Erfahrungswerte
Seit Version 9.5 unterstützt NetSupport Manager die Änderung des Grafikmodus ( GDI oder Screenscrape ) auch während einer bestehenden Verbindung.
Per Default wird die notwendige Schaltfläche Scrape jedoch nicht in der Symbolleiste dargestellt.
Um diese Option während einer Verbindung zu einem CLIENT Rechner zur Verfügung zu haben, gehen Sie bitte wie folgt vor
- starten Sie den NetSupport Manager CONTROL
- stellen Sie eine Verbindung zu einem beliebigen CLIENT Rechner her und wechseln Sie in das Betrachtungsfenster
- positionieren Sie den Mauszeigen auf der Symbolleiste und wählen Sie über das Kontextmenü mit der rechten Maustaste die Option Anpassen ...
- fügen Sie aus der Spalte Verfügbare Schaltflächen das Icon Scape der Spalte Aktuelle Schaltflächen hinzu und schliessen Sie den Dialog mit OK
Wenn Sie eine Verbindung zu einem CLIENT Rechner aufbauen und die verfügbare Bandbreite sehr schmal ist, so können Sie nun über die Symbolleiste mit einem Klick auf die Schaltfläche Scrape den Grafikmodus zur Übertragung der Daten des Client Desktops zum CONTROL Rechner vom GDI Modus zum Screenscrape Modus ändern und wieder zurück.
Sie werden im Screenscrape Modus eine Verringerung der Farbtiefe und demzufolge leichte Farbverfälschungen gegenüber der Originaldarstellung feststellen, sowie eine reduzierte Aktualisierungsrate des dargestellten Client Desktops.
Für den zusätzlichen Leistungsgewinn ist diese geringfügige Einschränkung in Kauf zu nehmen.
Kunden berichten z.B. über eine erhebliche Steigerung der Gesamtleistung und einen deutlichen Gewinn an Bedienkomfort und Reaktionsgeschwindigkeit, wenn Sie in solch einem Fall den ( vermeindlich langsameren ) Screenscrape Modus auswählen, während Sie über eine ISDN Verbindung von Deutschland aus mit einem Rechner in China verbunden sind und auf diesem Rechner eine Produktions-Prozess-Überwachungssoftware dargestellt wird.
Diese Art von Software führt teilweise 500.000 - 1.000.000 Änderungen pro Sekunde an der Darstellung des Client Desktops durch.
Diese Menge an Aktualisierungsinformationen kann über eine 64KB ISDN Leitung jedoch nicht 1:1 übertragen werden, da letztendlich etwa nur 40KB für die reine Datenübertragung zur Verfügung stehen und der Rest der Bandbreite für die Synchronisation und sonstige Notwendigkeiten des Netzwerks zwischen beiden Rechnern verwendet wird.
Der Screenscrape Modus überträgt in diesem Fall etwa 2-3 Aktualisierungen des Client Desktops pro Sekunde, was die Darstellung für den Betrachter am CONTROL Rechner nicht beeinträchtigt, jedoch die Gesamtdatenmenge zwischen beiden Rechnern erheblich verringert.