NetSupport Manager & Remote Desktop
Dieser Artikel beschreibt die Wechselwirkungen zwischen NetSupport Manager und Remote Desktop
Beschreibung
Zusammenfassung
Dieser Artikel beschreibt die Wechselwirkungen zwischen NetSupport Manager und Remote Desktop
Bitte beachten Sie auch unbedingt die Ausführung des Microsoft KnowledgeBase Artikels Änderungen der Remoteverwaltung in Windows Server 2008* und hier insbesondere die Anmerkungen zu den Parametern /console bzw. /admin und deren Umsetzung bzw. Einschränkung in Bezug auf Session 0 auf Windows 2003 bzw. Windows 2008 (R2) Systemen.
Dies betrifft z.B. das gleichzeitige öffnen mehrerer Verbindungen unter Verwendung desselben Anmeldenamen.
Siehe hierzu z.B.:
Multiple RDP Session mit selbem User auf selben Desktop*, RDP Zugriff Windows 2008R2: gleicher User - 2 Sessions, Windows Server 2008: Mehrere gleichzeitige Remotedesktopverbindungen (RDP) zulassen
Beschreibung
Sie haben auf einem Rechner gleichzeitig
- Remote Desktop Unterstützung ( von ihrem jeweiligen Betriebssystem )
- NetSupport Manager Client
installiert.
Nutzen Sie einzeln die jeweilige Möglichkeit der Fernwartung, so funktionieren beide Programme einwandfrei.
Nutzen Sie jedoch beide Programme gleichzeitig, so kommt es zu Problemen.
Primär äußern sich diese durch eine fehlerhafte Clients Desktop Darstellung bzw. eine komplett fehlende Darstellung des Clients Desktop.
Ursache
Die Remote Desktop Unterstützung in Windows 2000 / XP / 2003 basiert auf Terminal Server Technologie.
Es gibt nun verschiedene Szenarien, welche in Verbindung mit Remote Desktop und NetSupport Manager auftreten können.
Szenario 1
- Verbindung 1: Remote Desktop auf Session x
- Verbindung 2: NetSupport Manager auf Session 0
Verbindung 1
Stellen Sie eine Remotedesktopverbindung zu einem Rechner mit Remote Desktop Client her, so verbinden Sie sich nicht zum eigentlichen Desktop des Clientrechners ( der sog. Session 0 ), sondern Sie öffnen einen eigenen Desktop ( Session x ) und bedienen diesen Desktop unabhängig vom lokal am Clientrechner dargestellten Desktop ( Session 0 ) - Sie arbeiten mit einer virtuellen Session.
Verbindung 2
Verbinden Sie sich anschliessend ( noch während Verbindung 1 besteht ) mit NetSupport Manager auf diesen Rechner, so verbinden Sie sich "per Design" immer mit dem tatsächlichen Desktop des Clientrechners ( der Session 0 ).
Ergebnis
Da Sie in diesem Fall den Clientrechner auf 2 unterschiedlichen Sessions fernwarten, kommen sich die beiden Programme nicht in die Quere.
Eine Auswertung der Grafikkarten Schnittstellen ergibt in diesem Fall z.B. folgende Darstellung:
VideoCards : DeviceName : \.DISPLAY1 Display : RADEON 7500 Family (Microsoft Corporation) (Primary Device) DeviceName : \.DISPLAYV1 Display : PCI GDIHOOK5 DeviceName : \.DISPLAY2 Display : RADEON 7500 Family (Microsoft Corporation) DeviceName : \.DISPLAYV2 Display : NetMeeting driver DeviceName : \.DISPLAYV3 Display : RDPDD Chained DD
Szenario 2
- Verbindung 1: Remote Desktop auf Session 0
- Verbindung 2: NetSupport Manager auf Session 0
Verbindung 1
Stellen Sie die Verbindung über den Befehl mstsc /v:Rechnername /console her, so können Sie sich direkt zum eigentlichen Desktop des Clientrechners ( der sog. Session 0 ) verbinden.
In diesem Fall wird auf dem Clientrechner
- der lokale Desktop ( die ursprüngliche Session 0 ) gesperrt
- der lokal angemeldete Benutzer abgemeldet und alle offenen Programme geschlossen
- eine neue Sesion 0 für diese Remotedesktopverbindung hergestellt
- der angegebene Benutzer der Remotedesktopverbindung angemeldet.
Innerhalb der Remotedesktopverbindung kann nun der Clientrechner so ferngewartet werden, als würde der Anwender lokal vor dem Rechner sitzen, da er nun tatsächlich den eigentlichen Desktop des Clientrechners ( die Session 0 ) bedient.
Verbindung 2
Verbinden Sie sich anschliessend ( noch während Verbindung 1 besteht ) mit NetSupport Manager auf diesen Rechner, so verbinden Sie sich "per Design" immer mit dem tatsächlichen Desktop des Clientrechners ( der Session 0 ).
Ergebnis
Da sich NetSupport Manager "per Design" immer mit Session 0 des Clientrechners verbindet, sehen Sie in diesem Fall die "neue Session 0" ( resultierend aus Verbindung 1 ).Sie können innerhalb dieser Verbindung 2 den Clientrechner wie gewohnt fernwarten.
Jedoch kommt es zu Problemen, wenn Sie Verbindung 1 beenden ( während Verbindung 2 bestehen bleibt ) und somit diese "neue Session 0" geschlossen wird.
In diesem Fall stellt sich die Situation für NetSupport Manager so dar, als würden Sie den Clientrechner ausschalten ( Session 0 beenden ), da keine Session 0 mehr verfügbar ist, an welche sich der Mirrortreiber ( PCI GDIHook5 ) von NetSupport Manager gebunden hat. Und da von Seiten des Clientrechners kein Abbruch der Netzwerkverbindung signalisiert wird, erhalten Sie von NetSupport Manager auch keine Mitteilung darüber, das die Verbindung getrennt wurde - Sie erhalten einfach kein Bild mehr des Client Desktops.
Beenden Sie nun ebenfalls Verbindung 2 und versuchen direkt anschliessend einen erneuten Verbindungsaufbau zum Clientrechner, so erhalten Sie keine Fehlermeldung ( z.B. #1704 - Client antwortet nicht ), da ein Netzwerk Connect auf den Clientrechner nachwievor möglich ist, jedoch kein Desktop ( Session 0 ) zur Darstellung zur Verfügung steht - und der NetSupport Client somit keine Informationen bzgl. des Desktops auf dem Clientrechner übermitteln kann mit dem Ergebnis, dass NetSupport Manager Ihnen ein leeres Fenster der Clientrechner Verbindung darstellt.
Dies liegt darin begründet, das bei Beendigung der Verbindung 1 zwar die Session 0 offiziell beendet wird, diese jedoch auf dem Clientrechner im Arbeitsspeicher immer noch durch das Betriebssystem bereitgehalten wird, damit Remote Desktop einen evtl. neuen Verbindungsaufbau sofort bedienen kann.
Der lokale Rechner bekommt hiervon allerdings nichts mit und befindet sich offiziell im Status gesperrt - und stellt somit keinen Desktop ( und damit keine Session 0 ) zur Verfügung, auf welchen sich der Mirrortreiber ( PCI GDIHook5 ) von NetSupport Manager binden kann.
Eine Auswertung der Grafikkarten Schnittstellen ergibt in diesem Fall z.B. folgende Darstellung:
VideoCards : DeviceName : \.DISPLAY1 Display : (Primary Device)
Wie Sie sehen, fehlen jegliche Informationen zu den verfügbaren Grafikkarten wie sie in der ursprüngliche Session 0 vorhanden waren.
Diese "neue Session 0" ( resultierend aus der Remotedesktopverbindung ) kann nur dadurch beendet werden, daß eine lokale Anmeldung am Clientrechner erfolgt oder der Clientrechner gebootet wird.
Erst durch diese Aktion wird die im Arbeitsspeicher bereitgestellte "neue Session 0" entgültig beendet und die ursprüngliche Session 0 des lokale Desktop neu initialisiert.
Während der Anmeldung findet dann auch wiederum eine Bindung des Mirrortreiber ( PCI GDIHook5 ) von NetSupport Manager an die Session 0 statt und somit ist wieder ein Verbindungsaufbau mit NetSupport Manager möglich.
Eine Auswertung der Grafikkarten Schnittstellen ergibt in diesem Fall z.B. dann wieder folgende Darstellung:
VideoCards : DeviceName : \.DISPLAY1 Display : RADEON 7500 Family (Microsoft Corporation) (Primary Device) DeviceName : \.DISPLAYV1 Display : PCI GDIHOOK5 DeviceName : \.DISPLAY2 Display : RADEON 7500 Family (Microsoft Corporation) DeviceName : \.DISPLAYV2 Display : NetMeeting driver DeviceName : \.DISPLAYV3 Display : RDPDD Chained DD
Dieses Verhalten kann durch NetSupport Manager nicht beeinflusst werden.
Szenario 3
- Verbindung 1: NetSupport Manager auf Session 0
- Verbindung 2: Remote Desktop auf Session 0
Verbindung 1
Stellen Sie mit NetSupport Manager eine Verbindung zum Clientrechner her, so verbinden Sie sich "per Design" immer mit dem tatsächlichen Desktop des Clientrechners ( der Session 0 ).
Innerhalb dieser Verbindung können Sie den Client wie gewohnt fernwarten.
Verbindung 2
Verbinden Sie sich anschliessend ( noch während Verbindung 1 besteht ) über den Befehl mstsc /v:Rechnername /console mit dem Clientrechner, so wird auf dem Clientrechner
- der lokale Desktop ( die ursprüngliche Session 0 ) gesperrt
- der lokal angemeldete Benutzer abgemeldet und alle offenen Programme geschlossen
- eine neue Sesion 0 für diese Remotedesktopverbindung hergestellt
- der angegebene Benutzer der Remotedesktopverbindung angemeldet.
Ergebnis
Analog wie in Szenario 2 kommt es zu Problemen, da die ursprüngliche Session 0 ( an welche sich der Mirrortreiber ( PCI GDIHook5 ) von NetSupport Manager gebunden hat ) nicht mehr verfügbar ist. Es gelten die gleichen Ausführungen, wie bereits im Szenario 2 beschrieben.
Szenario 4
- Verbindung 1: NetSupport Manager auf Session 0
- Verbindung 2: Remote Desktop auf Session x
Wie in Szenario 1 beschrieben treten hier keine Probleme auf.
Lösung
Benutzen Sie nicht NetSupport Manager und Remote Desktop gleichzeitig, wenn Sie sich mit Remote Desktop direkt auf die Console ( Session 0 ) des Clientrechners verbinden.
Da dieses "Fehlverhalten" durch NetSupport Manager weder verursacht, noch konfigurierbar ist, können wir in diesem Fall keine direkte Lösungsmöglichkeit anbieten.
Lösung
Lösungsansatz ( Stand 18.03.2008)
Seit Version 10.30 können NetSupport Manager und Remote Desktop parallel eingesetzt werden. Beachten Sie hierzu unseren KnowledgeBase Artikel Herstellen einer Verbindung zu einem Client, der zuvor mit Remote Desktop verbunden war
Lösungsansatz ( Stand 22.02.2006)
Um eine Remote Desktop Verbindung auf Session 0 wieder freizugeben ( wie in Szenario 2 & 3 beschrieben ) gehen Sie bitte wie folgt vor:
- stellen Sie erneute eine Remote Desktop Verbindung auf Session 0 zum betroffenen Rechner her
( Befehl mstsc /v:Rechnername /console ) - benutzen Sie hierzu nach Möglichkeit den gleichen Useraccount, welchen Sie zuvor zur Remote Desktop Verbindung auf Session 0 verwendet haben, da ansonsten laufende Task, welche im Kontext dieser Useraccounts derzeit ausgeführt werden, womöglich geschlossen werden könnten.
- öffnen Sie in dieser Remote Desktop Verbindung eine DosBox ( Start / Ausführen / cmd )
- geben Sie den Befehl tscon 0 /dest:console ein und bestätigen Sie mit [Return]Sie erhalten daraufhin die Meldung:
Die Verbindung mit der Remotesitzung wurde getrennt, da ein anderer Benutzer eine Verbindung mit der Sitzung hergestellt hat.
Mit diesem Lösungsansatz erhalten Sie sehr schnell wieder die Verbindung mit NetSupport Manager zum betroffenen Clientrechner.
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