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Aktivieren der Windows Installer-Protokollierung

Bei diesem Knowledge Base Artikel handelt es sich um einen Archiveintrag, der 1:1 aus den FAQv1 Beiträgen übernommen wurde. Er dient dazu, auch Lösungen für ältere Versionen nach wie vor anzubieten und durchsuchbar zu machen.

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Es kann vorkommen, dass die Installation eines Programms mit Windows Installer ( *.msi ) nicht ordnungsgemäss durchgeführt wird, jedoch keine Fehlermeldungen anzeigt, welche auf die Ursache des problems schliessen lassen.

Windows beinhaltet hierfür einen durch die Registrierung aktivierten Protokollierungsdienst, der Ihnen die Diagnose von Windows Installer-Problemen erleichtert.
Die Windows Installer-Protokollierung hilft Ihnen bei der Behandlung von Problemen in Bezug auf die Installation von Softwarepaketen.

Aktiviert wird die Protokollierung durch das Einfügen von entsprechenden Schlüsseln und Werten in die Registrierung. Nachdem diese Einträge eingefügt und aktiviert wurden, können Sie den problematischen Installationsvorgang erneut ausführen. Windows Installer verfolgt dann die Fortschritte dieses Vorgangs und speichert die entsprechenden Informationen In Ihrem Ordner “Temp”. Der Dateiname des neuen Protokolls wird zwar nach dem Zufallsprinzip festgelegt, beginnt jedoch immer mit den Buchstaben “Msi” und endet mit der Dateinamenerweiterung “.log”.

Um den Speicherort für den Ordner “Temp” zu ermitteln, geben Sie in einer Eingabeauforderung bitte die folgende Zeile ein: cd %temp%

Um die Windows Installer-Protokollierung zu aktivieren, gehen Sie bitte wie folgt vor:

Nehmen Sie bitte folgende Änderung mit regedt32.exe vor:

<samp>Registrykey = HKEY_LOCAL_MACHINESoftwarePoliciesMicrosoftWindowsInstaller
Wertname = Logging
Datentyp = REG_SZ
Zeichenfolge = voicewarmup</samp>

Die Reihenfolge der Buchstaben im Wertfeld ist beliebig.
Jeder Buchstabe aktiviert einen anderen Protokollierungsmodus.
Die jeweilige Funktion der verschiedenen Buchstaben ist in der MSI-Version 1.1 wie folgt:

<samp>v – Ausführliche Ausgabe
o – Nicht genügend Speicherplatz
i – Statusmeldungen
c – Ursprüngliche Benutzeroberflächenparameter
e – Alle Fehlermeldungen
w – Warnungen
a – Start der Vorgänge
r – Vorgangsspezifische Einträge
m – Nicht genügend Arbeitsspeicher oder Informationen zu Programmabstürzen
u – Benutzeranforderungen
p – Terminaleigenschaften</samp>

<samp>+ – An vorhandene Protokolldatei anhängen
! – Schreibt jede Zeile in die Protokolldatei</samp>

“*” – Platzhalter, Protokollierung aller Informationen mit Ausnahme der ausführlichen Ausgabe.
Sie können das Argument “v” in Verbindung mit einem Sternchen verwenden (/l*v).

Alternativ können Sie die Protokollierung auch mit Gruppenrichtlinien aktivieren, indem Sie die entsprechende Gruppenrichtlinie für die Organisationseinheit oder das Verzeichnis bearbeiten.

  • öffnen Sie die Gruppenrichtlinien
  • wählen Sie Windows Installer in Computerkonfiguration / Administrative Vorlagen / Windows-Komponenten
  • klicken Sie doppelt auf Protokollierung
  • klicken Sie auf Aktiviert
  • tragen Sie in das Feld Protokollierung die zu protokollierenden Optionen ein.

Die Protokolldatei, “Msi.log”, befindet sich jetzt im Ordner “Temp” auf dem Systemdatenträger.

Bitte beachten Sie

Diese Option sollte nur für Problembehandlungszwecke verwendet werden und nicht dauerhaft aktiviert sein, da sie nachteilige Auswirkungen auf Systemleistung und Speicherplatz hat.
Bei jeder Verwendung des Hilfsprogramms “Software” in der Systemsteuerung wird eine neue Datei “Msi*.log” erstellt.